20.11.2020

18 m Wassertiefe im Wilhelmshavener Hafen auch bei Niedrigwasser


Foto: John H. Niemann, Präsident WHV e.V.

In der internationalen Fachpresse wird es als Besonderheit dargestellt, dass der Rotterdamer Hafen auf den Faktor TIEFGANG setzt,  in dem im dortigen Amazonehaven von 16,65 m auf 17,45 m bei Niedrigwasser ausgebaggert wurde. Das Vertiefungsziel wurde zeitgerecht erreicht, um den Containerfrachter „NYK-Wren“ mit 16,1m Tiefgang in den Hafen zu manövrieren. Als weitere Besonderheit wird in den Medien herausgestellt, dass die Rotterdamer Hafenverwaltung die zukünftigen Baggerarbeiten statt mit einem Hopperbagger zukünftig mit dem umweltfreundlichen „water injection“-Verfahren durchführen lassen will. Bei diesem Verfahren wird das zu baggernde Sediment mit großen Spritzen gezielt aufgewirbelt und mit dem Tidenstrom in die offene See fortgetragen.

Was für den einen zu den ARA-Häfen gehörenden Hafen Rotterdam derart medial herausgestellt wird, ist für den einzigen deutschen Tiefwasserhafen Wilhelmshaven seit Jahren Normalität. Ohne Probleme und in höchsten Tönen von Kapitänen und Lotsen gelobt, nutzen  Super-Tanker und Großcontainerschiffe sowie Kohlefrachter die verschiedenen Löschbrücken am 18 m tiefen Fahrwasser der Jade voll aus. Bei der Unterhaltung des Fahrwassers werden neben konventionellen Baggergeräten auch Wasserinjektionsgeräte zum Aufwirbeln des Baggersediments benutzt.

Der Wilhelmshavener Hafen ist optimal aufgestellt, um unter den deutschen Seehäfen eine dominante Rolle zu übernehmen und damit auch gegenüber den ARA-Häfen (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen) gut gerüstet dazustehen.

Der Mineralölumschlag über die Brücke der Nord-West Oelleitung GmbH und die Brücke der HES Wilhelmshaven Tank Terminal GmbH führt in der Jahresumschlagsbilanz des Hafens. Dann folgen das Bulk Terminal (BTW), die Umschlagsanlage Voslapper Groden (UVG) und der Containerterminal Wilhelmshaven (CTW). Immerhin wurden im letzten Jahr ca. 650.000 TEU umgeschlagen, d.h. bei einem mittleren Containerinhalt von ca. 11 Tonnen bedeutet das 7,15 Mio. t. Im Jahr 2020 wird der Containerumschlag u.a. corona-bedingt geringer sein. Der Betreiber strebt selbstverständlich an, das Gesamt-Potenzial von ca. 2,7 Mio. TEU in Zukunft auszunutzen.

Im Jahr 2019 belief sich der Güterumschlag im Hafen auf 23,1 Millionen Tonnen. Damit ist Wilhelmshaven der drittgrößte Hafen der Bundesrepublik und seit Bestehen als Handelshafen auch der einzige deutsche Tiefwasserhafen und selbstverständlich Energiedrehscheibe Deutschlands.

Den neuesten Teil des äußeren Hafens am Jadefahrwasser bildet  die Hafenkaje des JadeWeserPorts, der seit 2012 in Betrieb ist. Für den Containerterminal stehen an einer 1725 m langen Anlegezone und  auf 130 ha Fläche modernste Umschlagseinrichtungen zur Verfügung.

„Damit ist der CTW hervorragend geeignet, bei den Verhandlungen über die Zusammenarbeit der Containerhäfen der Bundesrepublik (Hamburg, Bremerhaven, Wilhelmshaven) maximal berücksichtigt zu werden und eine Alternative zu den ARA-Häfen zu sein“, sagt John H. Niemann, Präsident der Wilhelmshavener Hafenwirtschafts-Vereinigung e.V. (WHV e.V.). “Das, so wünschen wir uns als maritimer Wirtschaftsförderer Wilhelmshavens, wird hoffentlich zukünftig auch von Journalisten und politischen Entscheidungsträgern in Veröffentlichungen bzw. politischen Entscheidungen über den Hafenstandort Deutschland berücksichtigt“.


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