26.11.2020

Die Hafentorbrücke im inneren Hafen Wilhelmshavens wird wichtiger denn je!


FOTO: Vorstand der WHV e.V. am HAFENTOR von links Hans-Joachim Uhlendorf, John H. Niemann und Heiner Holzhausen

Steter Tropfen höhlt den Stein“, diese Redewendung wird den alten Römern zugeschrieben; sie bedeutet, dass Beharrlichkeit besser zum Ziel führt als ein einmaliger Versuch. Ein Wassertropfen allein, kann einem Stein nichts anhaben, tropft es aber lange Zeit auf einen Felsen, entsteht nach und nach eine Kuhle…

„Mit dieser Beharrlichkeit erinnern wir als maritimer Wirtschaftsförderer der Region daran, dass es erneut Sinn macht, die Planungen einer weiteren Brücke im inneren Hafen zu konkretisieren. Wir meinen die über 20 Jahre alten Planungen für eine Hafentorbrücke, die eine wichtige innerstädtische Verkehrsanbindung zwischen der Schleuseninsel und der Innenstadt darstellt. Das Thema ist immer bedeutender“, erläutert der geschäftsführende Vorstand der Wilhelmshavener Hafenwirtschafts-Vereinigung e.V. (WHV e.V.), John H. Niemann, Präsident, Hans-Joachim Uhlendorf, Vizepräsident, Heiner Holzhausen, Finanzvorstand,“ es fehlen ganz aktuell zur Zeit die Jachmannbrücke und die Deichbrücke wegen erforderlicher Instandhaltungsarbeiten. Die KW-Brücke wird geprüft und dadurch für Stunden für den Straßenverkehr gesperrt. Das bringt die Betriebssicherheit mit sich. Damit wird deutlich, wie dünnhäutig eine optimale Logistik zur Wilhelmshavener Tourismus- und Wirtschaftsmeile im Bereich des inneren Hafens ist.Deshalb fordern wir mit Nachdruck die Umsetzung des Hafenentwicklungskonzeptes 2025. Darin wird als Handlungsbedarf festgestellt, dass die derzeitige verkehrliche Anbindung in Verbindung mit der Erschließung der Schleuseninsel einer unbedingten Änderung bedarf, da der gesamte Verkehr zur Zeit nur über die Südstrandstraße als einzige Erschließungsstraße verläuft“.

 Es wird erneut empfohlen, die Realisierung der geplanten Hafentorbrücke zu prüfen. Bereits im August 2010 sollte das auf Vorschlag der SPD im Rat der Stadt zu einem Beschluss zur Kostenermittlung für den Bau der Hafentorbrücke führen. Leider fand sich dann keine Mehrheit im Rat. Heute ist die Wiederaufnahme der Planung von großer Bedeutung, denn die touristische und ein wesentlicher Teil der wirtschaftlichen Zukunft wird in dem Teil des inneren Hafens stattfinden, der verkehrstechnisch von Brücken abhängig ist. Das macht den Hafen für Besucher interessant, aber für regelmäßige Wirtschaftsverkehre unsicher. Deshalb braucht es eine weitere Brücke, um die schnelle Verkehrsführung des überörtlichen Verkehrs von der BAB A 29 über die Osttangente zur Ostmole des Marinestützpunktes, zum Hafengebiet Schleuseninsel und zum Südstrand der Stadt zu ermöglichen. Auch der Munitionstransport und Schwerlastverkehr zur Ostmole des Marinestützpunktes, der nicht über die Schleusentore der 4. Einfahrt der Seeschleuse fahren kann, könnte dann sicher und mit weniger Verkehrsgefährdungen durchgeführt werden. Die Hafentorbrücke ist nach wie vor als Verkehrsachse im städtischen Flächennutzungsplan verankert und somit ein Planungsvorhaben der Stadt.

Die touristische Entwicklung Wilhelmshavens wird zu einem erheblichen Teil in der Region hinter den Brücken stattfinden. CORONA hat deutlich gemacht, dass ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor der Zukunft der Tourismus sein wird. Das gilt es zu entwickeln und nicht zu verträumen.

Auch im Zusammenhang mit dem sogenannten Kohleausstieg und auf Basis des Strukturstärkungsgesetzes ergibt sich die Möglichkeit, die Brücke zu finanzieren. „Solange nach dem Entwurf der bisherigen Verwaltungsvereinbarung nur Infrastrukturmaßnahmen gefördert werden können, ist die Brücke eine gute Option zur Stärkung der wirtschaftlichen Struktur der Stadt“, ist sich Hans-Joachim Uhlendorf sicher.

Deshalb, „was lange währt wird endlich gut“. „Unsere dringende Bitte an den Rat der Stadt: „Beauftragen Sie die Verwaltung mit der Machbarkeit und der Ermittlung der Kosten für das Projekt Hafentorbrücke. Wir stehen als Unterstützer zur Verfügung.“


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