10.09.2020

Millionensteg in Wilhelmshaven wird saniert


Foto von rechts: Die Vorstandsmitglieder der WHV e.V., Heiner Holzhausen und Jochen Uhlendorf informierten sich über den Fortschritt auf der Baustelle. Bild: Dietmar Bökhaus

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Mitglieder,

Dietmar Bökhaus "maritim und mehr-fotografie" hat im Zusammenhang mit der Sanierung der Spundwand am sogenannten "Millionensteg" im Innenhafen das Thema "Bau einer Hafentorbrücke" aktuell aufgegriffen.
Unseren Vorstellungen entsprechend haben wir die Gründe, die für eine verkehrliche Optimierung im Hafen sprechen, in dem Artikel benannt. Die momentane Situation mit Schließung der Jachtmannbrücke und bevorstehender Schließung der Deichbrücke, macht deutlich, wie wichtig die Hafentorbrücke gerade im Hinblick auf die weitere Erschließung des Innenhafens wird.

WHV e.V.
gez. Hans-Joachim Uhlendorf         Heiner Holzhausen
 

Millionensteg in Wilhelmshaven wird saniert


Wilhelmshaven- Der südliche Teil des ehemaligen Neuen Hafentors in Wilhelmshaven, der sogenannte „Millionensteg“ wird saniert. Dazu wird am in die Jahre gekommenen Bauwerk der korrodierte, obere Teil der vorhandenen Spundwand bis zum normalen Hafenwasserstand abgebrannt und landseitig eine Böschung hergestellt. Die Böschung wird mit einem teilvergossenen Deckwerk gesichert. Der unter Wasser liegende Teil der Spundwand ist in einem guten Zustand und muss nicht erneuert werden, teilte die Pressestelle von “Niedersachsen-Ports” (NP)  mit. Nach Durchführung eines Vergabeverfahrens im Mai/Juni 2020 wurde der Auftrag im Juli vergeben. Der Baubeginn erfolgte Anfang August. Die Bauleistungen sollen bis Ende des Jahres fertiggestellt werden. Alte Überlegungen greift begleitend die “Wilhelmshavener Hafenwirtschaftsvereinigung e.V.” (WHV e.V.) wieder auf, hier am Millionensteg den Bau einer wichtigen innerstädtischen Verkehrsverbindung, der Hafentorbrücke zwischen Schleuseninsel und urbanen Bereichen der Stadt Wilhelmshaven voranzutreiben. Damit verfolgt die WHV e.V. das Hafenentwicklungskonzept 2025. Dort wird als Handlungsbedarf festgestellt, dass die derzeitige verkehrliche Erschließung der Schleuseninsel für Straßen(güter)verkehre nur über die Straße am Südstrand und die Schleusenstraße erfolgt. Es wird empfohlen, „die Realisierung der geplanten Hafentorbrücke auf jeden Fall zu prüfen“! Die Hafentorbrücke ist aber nicht nur wegen der weiteren hafenwirtschaftlichen Nutzung – siehe die zunehmenden Aktivitäten des Jade Dienstes- der Schleuseninsel notwendig, sondern zur Entlastung des innerstädtischen Verkehrs über die historischen Brücken (K.W.-Brücke und Deichbrücke)  und die Straßen Jadeallee und Südstrand. Die Hafentorbrücke wird die kurze und schnelle Verkehrsführung des überörtlichen Verkehrs von der BAB A 29 über die Osttangente zur Ostmole der Marinestützpunktes, zum Hafengebiet Schleuseninsel und zum Südstrand sowie zu den Deichen und Küstenschutzanlagen auf der Südseite der Stadt ermöglichen.  Auch der Munitions- und Schwerlastverkehr zur Ostmole des Marinestützpunktes, der nicht über die Schleusentore der 4.Einfahrt, der Seeschleuse fahren kann, könnte dann sicher und mit weniger Verkehrsgefährdungen durchgeführt werden. Und, gerade jetzt, wenn demnächst die Deichbrücke für eine lange Zeit der Instandsetzung nicht zur Verfügung steht, könnte die Hafentorbrücke eine wichtige Verkehrsverbindung aus der Stadt und dem Stadtnorden zur Schleuseninsel und zum Südstrand darstellen. Sie ist übrigen nach wie vor als Verkehrsachse im städtischen Flächennutzungsplan verankert und insofern ein Vorhaben der Stadt. Das Planziel ist also die Verkehrsanbindung der Schleuseninsel an die Innenstadt. „Die 65 Meter lange Brücke könnte in Höhe der ehemaligen dritten Einfahrt das südöstliche Stadtgebiet und den südlichen Marinestützpunkt miteinander verbinden“, so die WHV e.V. „Dadurch wird die Verkehrssituation am Südstrand und der Kaiser-Wilhelm-Brücke wesentlich entlastet! Durch den weiteren Ausbau des deutschen Marinemuseums sowie des Nationalpark-Besucherzentrums und den weiteren Ausbau neuer Hotelkapazitäten hat das Verkehrsaufkommen deutlich zugenommen“. Woher die Bezeichnung “Millionensteg” kommt, weiß niemand so ganz genau.



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