24.09.2018

Mitgliederversammlung der WHV e.V.


Bild – WHV e.V. von li.: Hans-Joachim Uhlendorf, John H. Niemann, Matthias Schrell, Heiner Holzhausen und Rolf Brandstrup, nicht auf dem Bild Mikkel Andersen

In der diesjährigen Mitgliederversammlung der Wilhelmshavener Hafenwirtschafts-Vereinigung e. V. (WHV e.V.) berichtete unter anderem John H. Niemann den zahlreichen Mitgliedern und Gästen, dass die von der WHV e.V. eingerichtete LNG-Arbeitsgruppe unter Federführung der Maritimen Koordinationsstelle MARIKO, in den letzten Wochen zielgerichtet daraufhin gearbeitet hat, um den Bau eines LNG-Terminals (LNG=liquefied natural gas) in Wilhelmshaven vorzubereiten.

„Die von uns, MARIKO sowie der Oldenburgischen IHK initiierte LNG-Potenzialanalyse hat 2017 ergeben, dass die exzellenten Standortbedingungen des Tiefwasserhafens Wilhelmshaven für ein LNG-Importterminal, verbunden mit aktueller Technologie und LNG-Logistik sowie Regasifizierung z.B. über ein FRSU (floating storage regasifizierung unit) hervorragend geeignet sind, die LNG-Nutzung für die Bundesrepublik nachhaltig marktgängig und versorgungssicher zu machen“, so John H. Niemann. "Die Nähe zu Deutschlands größtem Kavernenfeld in Etzel und die kurze Anbindung an das Deutsch-Europäische Gasnetz ermöglichen eine höchst leistungsfähige Versorgung mit LNG über Wilhelmshaven. Sowohl der Großbedarf von Bevölkerung und Industrie, als auch der LNG-Einsatz im Verkehrsbereich könnten davon profitieren“, so Niemann.

2017 hat die WHV e.V. bereits einen positiven Bescheid auf ihren Antrag für ein Anschlussbegehren an die vorhandenen überregionalen Gasnetze des Gasnetzbetreibers „OPEN GRID EUROPE“(OGE) erhalten, in dem bestätigt wurde, dass genügend Kapazitätsreserven im Gasnetz vorhanden sind, wenn in wenigen Jahren ein LNG-Terminal in Wilhelmshaven realisiert wird.

Der nächste Schritt ist die Realisierung einer Geschäftsstelle zur Entwicklung einer LNG-Infrastruktur an der deutschen Nordseeküste, speziell eines LNG-Importterminals in Wilhelmshaven. Dieses Projekt hat u. a. auch die Stadt Wilhelmshaven cofinanziert. Seit mehreren Monaten arbeitet die WHV e.V., zusammen mit MARIKO und der Oldenburgischen IHK sowie in Absprache mit den Niedersächsischen Wirtschaftsministerium und der NBank an der Finanzierung des zweijährigen Projektes. Die Geschäftsstelle wird ihren Hauptsitz bei MARIKO in Leer und eine Außenstelle bei der WHV e.V. in Wilhelmshaven haben. Auf die Geschäftsstelle wird die Abarbeitung einer großen Zahl detaillierter Aufgaben zukommen mit dem Ziel, eine bestmögliche LNG-Infrastruktur an der Nordsee zu eruieren. Dabei soll der Standort Wilhelmshaven mit seinen überzeugenden Vorteilen der dort vorhandenen drei Terminal- Optionen bei NWO, HES und DFTG/Uniper für ein LNG-Terminal weiter spezifiziert und projektiert werden.

„Der Wettbewerb um den besten LNG-Standort in Deutschland ist dabei längst noch nicht entschieden“, betonte der Staatssekretär aus dem Niedersächsischen Umweltministerium, Frank Doods, der Gastredner auf der WHV e.V.-Veranstaltung war. Diese Aussage bezog sich auf den Planungsstand der LNG-Terminal-Wettbewerber Brunsbüttel in Schleswig-Holstein und Stade in Niedersachsen. Denn Wilhelmshaven sei aufgrund seiner nautischen Vorteile sowie seiner kurzen Leitungsanbindung an die Gaskavernenspeicher und das Gasfernnetz einer der bestgeeigneten Standorte für ein großes, versorgungs-strategisches LNG-Importterminal.

Bild WHV e.V. von li. Präsident John H. Niemann und Staatssekretär Frank Doods

Neben den üblichen Regularien einer Jahreshauptversammlung, wie Gesamtbericht des Vorstandes, dem Bericht des Schatzmeisters und der Kassenprüfer, der ohne Beanstandungen zur Entlastung des Vorstandes führte, kam es zu den alle drei Jahre stattfindenden Neuwahlen des gesamten Vorstandes.

John H. Niemann, Hans-Joachim Uhlendorf, Heiner Holzhausen, Rolf Brandstrup, Matthias Schrell und Mikkel Andersen wurden wieder gewählt. Dr. Stefan Kolschen wird darüber hinaus in den Vorstand bestellt.

In der dann folgenden ersten konstituierenden Vorstandssitzung wurden dann die Herren Niemann als Präsident, Uhlendorf als Vizepräsident und Holzhausen als Schatzmeister zum geschäftsführenden Vorstand gewählt.


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