07.04.2017

Startschuss für LNG-Studie Auftraggeber sind IHK, MARIKO GmbH und WHV e. V.


Die Oldenburgische Industrie- und Handelskammer (IHK), die MARIKO GmbH aus Leer in ihrer Funktion als Kompetenzzentrum GreenShipping Niedersachsen und die Wilhelmshavener Hafenwirtschaftsvereinigung e. V. (WHV e. V.) haben heute, 7. April 2017 gemeinsam eine LNG-Potenzialstudie in Auftrag gegeben. Damit sollen die Möglichkeiten für den Aufbau einer Flüssiggas-Versorgungsinfrastruktur an der deutschen Nordseeküste untersucht und potenzielle Standorte miteinander verglichen werden.

„Liquefied Natural Gas, kurz LNG, ist für die Schifffahrt der saubere Treibstoff der Zukunft und darüber hinaus schon heute in vielen Ländern eine wichtige Säule der Energieversorgung“, sagen Felix Jahn, Geschäftsführer der IHK für Verkehr, Häfen und Schifffahrt, John H. Niemann, Präsident der Wilhelmshavener Hafenwirtschaftsvereinigung, und Katja Baumann, Geschäftsführerin der MARIKO GmbH. Allerdings fehle derzeit in Deutschland sowohl eine LNG-Versorgungsinfrastruktur in den Seehäfen als auch ein Importterminal an der deutschen Nordseeküste, betonen IHK, WHV e.V. und MARIKO gemeinsam. „Als weltweit viertgrößte Volkswirtschaft dürfen wir den Anschluss an den Energiemarkt der Zukunft nicht verlieren. Die Schaffung einer LNG-Infrastruktur wird hierzulande die Nutzung von LNG sowohl als Energie- und Industrierohstoff als auch als Treibstoff für die Schifffahrt und den Schwerlastverkehr verstärken“, so Jahn, Niemann und Baumann weiter.

„Mit Merkel Energy und CPL aus Rostock haben wir kompetente und bestens vernetzte Partner gefunden, die neben der Standortanalyse für die LNG-Infrastruktur die potenziellen Gasverbraucher ermitteln werden, um in einer Gesamtbetrachtung die kritische Masse für LNG-Infrastruktur aufzuzeigen. Nautitec wird darüber hinaus die nautischen Aspekte betrachten“, berichten Jahn, Niemann und Baumann. Mit diesem Ansatz hebe sich das beauftragte Gutachten deutlich von bisherigen LNG-Studien ab.

„Die Frage, ob die Errichtung einer nationalen LNG-Versorgungsinfrastruktur erforderlich ist, wird derzeit in Deutschland nicht einheitlich beurteilt. Mit unserer LNG-Potenzialanalyse werden wir eine qualifizierte Grundlage für die weitere Diskussion mit Marktteilnehmern und politischen Akteuren erhalten, um LNG-Infrastruktur an der deutschen Nordseeküste aufzubauen“, erklären Jahn, Niemann und Baumann. Hierzu werde der umfassende Vergleich potenzieller LNG-Standorte im Hinblick auf ihre Eignung und Alleinstellungsmerkmale für LNG-Infrastrukturen wesentlich beitragen. Mit den Ergebnissen der Studie sei im August 2017 zu rechnen.

Hintergrund
LNG ist Erdgas, das verflüssigt wurde, um den Transport und die Speicherung zu erleichtern. Im flüssigen Zustand weist LNG nur etwa ein Sechshundertstel des Volumens von Gas unter normalem Druck auf. Dadurch kann das Gas über große Entfernungen mit Fahrzeugen und Schiffen befördert werden, am Bestimmungsort wieder in Gas umgewandelt und über die Gasnetze verteilt werden. Neben dem Einsatz als Energieträger und in der chemischen Industrie findet LNG zunehmend Verwendung als alternativer Kraftstoff für Schiffe und Lkw. Durch den Einsatz von LNG werden dort signifikante Emissionsreduktionen bei allen wesentlichen Luftschadstoffen erreicht.

Für die Gasversorgung in der EU und in Deutschland spielt LNG heute bereits eine wesentliche Rolle. Es wird angenommen, dass die Bedeutung von LNG in den nächsten Jahren steigen wird.
    



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