09.05.2018

WHV e.V. -Vorstand bei HES

Über LNG-Terminal wurde informiert


Foto: von links Hans-Joachim Uhlendorf, John H. Niemann, Heiner Holzhausen, Dörte Schmidt (alle WHV e.V.), Martin Schadewald (Volksbank Jever), Eberhard Lange (DFTG), Sven Partzsch (Geschäftsführer HES), Dr. Jörg Niegsch (Nord-West Oelleitung), Dietmar Janssen (Neue Jadewerft), Günter Reiche (Consultant der WHV e.V.), Matthias Schrell (Rhenus Midgard), Herbert Dannemeyer (Jade-Weser-Logistik), Dr. Hans-Joachim Gottschalk (Rechtsanwalt) Andreas Wagner (Oberbürgermeister Stadt Wilhelmshaven) und Rolf Brandstrup (Sparkasse Wilhelmshaven)

 

Vorstand und Beirat der Wilhelmshavener Hafen-Wirtschafts-Vereinigung e.V. (WHV e.V.) haben bei HES (ehemalige WRG Raffinerie) getagt, um für Wilhelmshaven wichtige, die Wirtschaft der Region beeinflussende maritime Themen zu besprechen.
John H. Niemann, Präsident der WHV e.V. dankt dem HES Geschäftsführer Sven Partzsch für dessen Gastfreundschaft.
Als erster Tagesordnungspunkt (TOP) stand der Bericht über die von der WHV e.V. zusammen mit weiteren Akteuren vorangetriebene Planung eines LNG-Terminals in Wilhelmshaven auf dem Programm.
Eine auch von niedersächsischen Politikern des Wirtschafts- und des Umweltministeriums geforderte Einrichtung einer "Geschäftsstelle LNG-Infrastruktur" gemäß Umsetzung der Richtlinie" Versorgung mit alternativen Treibstoffen und Energie in Seehäfen" nimmt konkrete Gestalt an. 90% der Finanzierung könnten sowohl aus EU-EFRE-Mitteln als auch aus Landes-Mitteln erfolgen. 10%sollen aus der Region finanziert werden. "Auch die Stadt Wilhelmshaven sei gefordert" , so Niemann, " Wir haben an unseren Oberbürgermeister in seiner Funktion als obersten Wirtschaftsförderer einen entsprechenden Antrag gestellt. Auch die Fraktionsvorsitzenden der großen Parteien im Rat der Stadt sind als Entscheidungsträger involviert. "Wenn es nun gelingt, mit einer derartigen "Geschäftsstelle" die Politik des Landes, des Bundes und der EU von der Bedeutung eines ersten LNG-Terminals in Deutschland mit Standort Wilhelmshaven zu überzeugen und Investoren zu akquirieren, so würde das die Bedeutung der Energiedrehscheibe Deutschlands erheblich steigern", so Niemann. Deshalb gelte es jetzt, mit Nachdruck den Standort Wilhelmshaven mit seinen drei Terminalmöglichkeiten bei der Nord-West Ölleitung GmbH (NWO), bei HES und bei der DFTG nachhaltig weiterzuentwickeln. "Mit unseren Partner MARIKO in Leer und der Oldenburgischen IHK sind wir gut aufgestellt, um das Projekt als konzertierte Aktion mit dem Strategierat und der Arbeitsgemeinschaft der Landkreise und Kreisfreien Städte in Weser-Ems als Geschäftsstelle finanziert und als Hafen umgesetzt zu bekommen", ist Niemann zuversichtlich. Die Standortvorteile des einzigen deutschen Tiefwasserhafens gegenüber anderen Hafenbewerbern seien eindeutig. Die WHV e.V. werde als arbeitender Teil der "Geschäftsstelle LNG-Infrastruktur" weiterhin mit Nachdruck für das Projekt aktiv sein.
Hans-Joachim Uhlendorf, Vize-Präsident der WHV e.V. berichtet über den aktuellen Stand der Tätigkeiten der Arbeitsgruppe "Kreuzfahrttourismus in Wilhelmshaven", WFG, N-Ports und die Stadt gehören mit zur Arbeitsgruppe. "Wilhelmshaven kann als Bestandteil eines Tourismuskonzeptes Anlaufhafen Kreuzfahrtschiffe kleinerer Kategorie werden; dabei sei nicht daran gedacht, den Bontekai dafür zu nutzen, sondern Kais zwischen der Seeschleuse und der KW-Brücke." Die Gesprächsteilnehmer waren sich einig, dass die anlegenden Kreuzfahrer aus Umweltschutzgründen Landanschlüsse zur Verfügung bekommen und möglichst über einen LNG-Schiffsantrieb verfügen sollten.
Die WHV e.V. wird auch diese Planungen konstruktiv und zielführend voranbringen.
"2019: 150 Jahre Wilhelmshaven wird auch von der WHV e.V. und damit von der maritimen Wirtschaft Niedersachsens gebührend wahrgenommen", so Heiner Holzhausen, WHV e.V. Vorstand.
Zusammen mit Seaports of Niedersachsen GmbH, der Marketingorganisation der Niedersächsischen Seehäfen, werde die WHV e.V. gemeinsam mit weiteren Organisatoren den Niedersächsischen Hafentag 2019 Anfang September des nächsten Jahres in Wilhelmshaven durchführen. Optimal sei eine Realisierung bei der Bundeswehr: "Bundesmarine trifft Handelsmarine" könnte das Motto des Niedersächsischen Hafentags im größten Marinestandort Deutschlands sein.
Ulrich Schilling, Leiter des WHV e.V. Büros und Standortmanager unserer Beteiligungsgesellschaft  Seaports of Niedersachsen GmbH berichtet über die noch in 2018 geplanten und für 2019 vorgesehenen nationalen und internationalen Messen und Marketingveranstaltungen, an denen die WHV e.V. beteiligt ist. In beiden Jahren werden jeweils rund 10 dieser auch den Hafen Wilhelmshaven darstellenden Veranstaltungen organisiert.
"Diese arbeitsintensiven und zeitaufwändigen Werbemaßnahmen berichten weltweit, z.B. South America, China, USA über den Hafen Wilhelmshaven; für uns hier vor Ort gehören sie mit zum Kerngeschäft der WHV e.V.", so Schilling.
Sven Partzsch hat in einem eindrucksvollen Bericht während der Busrundfahrt durch das große Gelände über die positive Entwicklung des HES-Standortes berichtet. Weitere qualifizierte Mitarbeiter werden gesucht, so dass der Bestand in Kürze bei 127 Personen liegen wird. Im Schnitt seien jeweils rund 40 Kontraktormitarbeiter - je nach Arbeitsvolumen mal mehr mal weniger - auf der Anlage.
Die allein 2018 geplanten Investitionen in Höhe von rund 50 Mio € in den weiteren Ausbau des Standortes spiegeln sich im Tanklager und im Umbau der Vakuum Destillationsanlage wider.
Ende des Jahres soll mit der Destillation des schwefelarmen Schiffstreibstoffes begonnen werden. Das Tanklager wird in vollemUmfang den Umschlag für unterschiedliche Mineralöle und Treibstoffe genutzt. Allein im vergangenen Jahr wurden 150 Ganzzüge verladen und an den Piers 65 Schiffe abgefertigt mit steigender Tendenz.
Die Planungen eines LNG-Terminals werden für Wilhelmshaven in der Zentrale in Rotterdam vorgenommen.


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