08.10.2010

Wirtschaftsminister Jörg Bode zu Gast bei dem 25-jährigen Jubiläum der WHV e.V.

Über 200 Gäste aus Wirtschaft und Politik waren gekommen, um der WHV e. V. zu dem 25-jährigen Jubiläum zu gratulieren. Insbesondere Jörg Bode, Wirtschaftsminister des Landes Niedersachsen, würdigte die WHV e. V. mit seinem Besuch und Gastvortrag.


Eine feierliche Stimmung herrschte am 24. September bei der diesjährigen Mitgliederversammlung der Wilhelmshavener Hafenwirtschafts–Vereinigung (WHV e. V.) im Columbia Hotel. Über 200 Gäste aus Wirtschaft und Politik waren gekommen, um der WHV e. V. zu dem 25–jährigen Jubiläum zu gratulieren. Insbesondere Jörg Bode, Wirtschaftsminister des Landes Niedersachsen, würdigte die WHV e. V. mit seinem Besuch und Gastvortrag.

 

Seit 25 Jahren ist die WHV e. V mit über 260 Mitgliedern eng verknüpft mit der Wilhelmshavener Hafenentwicklung und kümmert sich um die Belange der hafenaffinen Unternehmen und der maritimen Wirtschaft. Zahlreiche Projekte wurden von ihr ins Leben gerufen und erfolgreich realisiert. Vor allem aber ein herausragendes Projekt der WHV e. V. war das Thema des Abends–der JadeWeserPort.

 

Niedersachsens Wirtschaftsminister Jörg Bode bezeichnete die WHV e. V. als «Motor des Hafens»–insbesondere auch im Hinblick auf das «Zukunftsprojekt Niedersachsens». Lob und Dank sprach der Minister der WHV e. V. für die Umsetzung ihrer Vision eines Containerhafens in die Realität aus. Von der 1995 im Vorstand der WHV e.V. entstandenen Idee, über die Potentialanalyse und Machbarkeitsstudie, bis hin zur Veröffentlichung der Planungsunterlagen im Jahr 2000 hat die WHV e.V. maßgeblich zur Verwirklichung mit beigetragen.

 

Die Inbetriebnahme des Containertiefwasserhafens steht fest, doch bis zum 5. August 2012 gibt es aber noch zwei große Aufgaben zu bewältigen:«die Vermarktung der Flächen hinter dem Containerterminal und die Sicherstellung einer leistungsfähigen Bahnhinterlandanbindung», sagte Jörg Bode.

 

Seit langer Zeit ist die WHV e. V. in vielen Gesprächen eng an dem Thema Ertüchtigung der Bahnanbindung mit der Hoffnung eines positiven Ergebnisses dran. Zur Betriebsaufnahme durch Eurogate wird die Bahnstrecke Oldenburg–Wilhelmshaven voraussichtlich nicht zweigleisig und elektrifiziert sein. Die Deutsche Bahn sei voll in der Planung, aber selbst der bestmögliche Zeitplan wird Bauzeiten mit Streckensperrungen für alle Nutzer bis Ende 2012 bringen, die «wirtschaftlich nicht akzeptabel sind». Selbst dieser Zeitplan sei in Gefahr, wenn die finanziellen Mittel vom Bund nicht rechtzeitig bereitgestellt werden. Der Minister Bode teilt diese Meinung und bekundet, dass inzwischen auch das Bundesverkehrsministerium in Berlin merkt, wie wichtig die zeitnahe Bahnanbindung ist. Man sei jetzt in guten Gesprächen, in jedem Fall werde das Land aber «mit allen Maßnahmen, die möglich sind, in Berlin um die Hinterlandanbindung kämpfen.»

 

Als ein besonderes Zeichen für die Erfolge der WHV e. V. sieht Bode die Tatsache, dass in der Jadestadt die nationale Maritime Konferenz 2011 mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel statt finden wird:«Das ist Ihr Verdienst!»

 

Trotz der Feierstimmung und der zahlreichen Glückwünsche, war der Rückblick des WHV–Präsidenten auf das vergangene Jahr auch kritisch. «2009 wurde die niedrigste Menge an Gütern seit Jahren umgeschlagen.» Dies sei die Folge der Umschlagsrückgänge der Wilhelmshavener Raffinerie –dem «Sorgenfall». Nach einem Brand und der gescheiterten Investitionsentscheidung von ca. zwei Milliarden Euro durch die Conoco Phillips ist die Raffinerie stillgelegt worden. Die zukünftige Nutzung sei vorerst offen.

 

Die WHV e. V. blickt nach vorn, befasst sich mit neuen Aufgaben und setzt sich neue Ziele. Dazu gehören u. a. die Sicherstellung des freien und ungehinderten Zugangs zum Hafen und die Leichtigkeit des Schiffverkehrs und auf die Zukunft gerichtetes Marketing für den Hafen.

 

Zum Schluss überreichte John Niemann einen Barometer als Gastgeschenk an Herrn Bode mit der Bemerkung, es möge immer ein gutes Wetter für die weitere maritime Entwicklung anzeigen.


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