11.09.2018

WSV-Reform steht für Kontinuität


Foto: WHV e.V. v.r.: Hans-Joachim Uhlendorf; Dr. Torsten Stengel; Heiner Holzhausen

Dr. Torsten Stengel, designierter Amtsleiter des neuen Wasserstraßen und Schifffahrtsamtes ,,Weser-Jade-Nordsee" bei der WHV e.V.
Seit sich 2012 das Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS), das Bundesministerium für Finanzen (BMF) und der deutsche Bundestag mit dem Thema ,,zukunftsfähige Wasser- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes und modernes Wasserstraßenmanagement" befasst haben, verfolgt die Wilhelmshavener Hafenwirtschafts-Vereinigung e.V. (WHV e.V.) das Thema und hat sich für den Bestand des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) Wilhelmshaven und der hier vorhandenen Aufgaben, Funktionen und Arbeitsplätze eingesetzt. Mit Stellungnahmen, Schreiben an Bundes- und Landesministerien sowie Pressemeldungen ist die WHV e.V. dafür eingetreten, dass das WSA Wilhelmshaven als Revieramt erhalten bleibt und noch aufgewertet wird.
Um die lnteressen des WSA Wilhelmshaven durchzusetzen hat sich die WHV e.V. gemeinsam mit dem Wirtschaftsverband Weser e.V., dem Zentralverband der deutschen Seehafenbetriebe (ZDS), den zuständigen Abgeordneten des hiesigen Wahlkreise und insbesondere mit dem damaligen MdB Hans-Werner Kammer als Berichterstatter der CDU/CSU-Fraktion im Bundestagsausschuss für Verkehr regelmäßig ausgetauscht.
Die WHV e.V. ist auch immer dafür eingetreten dass für die vor Ort durchzuführenden Unterhaltungs- und Verkehrssicherungsaufgaben das Personal und Gerät im WSA Wilhelmshaven erhalten bleibt. Letztendlich ist mit dieser Fachkompetenz auch die Revierkunde und eine effiziente Aufgabenerledigung vor Ort geblieben.
Mit der WSV-Zuständigkeitsverordnung von 2015 wurde letztendlich die Aufbauorganisation der WSV festgelegt und die Entscheidung über die genaue Zuweisung innerhalb der Behördenorganisationen einzelnen Arbeitsgruppen der jeweiligen Revierämter überlassen.
Das Feinmodell für das WSA "Weser-Jade-Nordsee" ist am 15.06.2018 genehmigt und zur Umsetzung delegiert worden.
ln dem Gespräch mit den beiden Vorstandsmitgliedern der WHV e.V., Hans-Joachim Uhlendorf und Heiner Holzhausen bestätigt Dr. Torsten Stengel, zunächst kommissarischer Leiter des Amtes, dass sich unter Mitwirkung der betroffenen Mitarbeiter und der Personalvertretung eine überaus effektive und sehr praktikable Organisationsstruktur entwickelt hat, die sehr zukunftsfähig sein wird. Die endgültige Fusion mit rd. 870 Mitarbeitern, davon 370 mit 58 Auszubildenden in Wilhelmshaven, soll voraussichtlich Anfang 2019 erfolgen.
,,Wilhelmshaven bleibt ein starker Ausbildungsstandort, auch auf den Schiffen", bestätigt Dr. Stengel. "Es gibt z. Zt. einen Mangel an qualifizierten Fachkräften, deshalb werde auch eine duale Ausbildung mit dem Abschluss Bau-lng. (Bachelor) in Kooperation mit den Hochschulen Koblenz und Bochum  und ein erweitertes Studium mit dem Abschluss ,,Master" an der Bundeswehr-Uni in Hamburg mit dem Einstieg in die Beamtenlaufbahn angeboten.
Dr. Stengel betonte, dass es für das Amt in Wilhelmshaven zwei Alleinstellungsmerkmale gäbe; das seien die lnseln Wangerooge und Minsener Oog, die besondere wasserbauliche Herausforderungen in sich bergen.
,,Der Heimathafen des Mehrzweckschiffes,,Mellum" und auch der Nachfolger des Schiffes bleibt Wilhelmshaven, so auch der Hopperbagger ,,Nordsee". Der Standort und die Bereederung des geplanten neuen Baggers sei noch nicht abschließend geklärt", so Dr. Stengel. „Die insgesamt vier Mehrzweckschiffe der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung sollen zentral bereedert werden. Wo das sein wird, sei noch offen".
Mit großem lnteresse ließ sich Dr. Stengel von den beiden Vorstandsmitgliedern der WHV e.V. die Planungen eines Flüssigerdgas-Terminals in Wilhelmshaven erläutern und nahm zur Kenntnis, dass sich daraus Fragen der Plangenehmigungen für sein Amt ergeben werden. Er hat volle Unterstützung zugesagt.
,,Auch werde sich das WSA im Rahmen seiner Möglichkeiten bei dem Erhalt und der Entwicklung eines Nutzungskonzeptes für die beiden, ursprünglich einmal der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung gehörenden jetzigen Museumsschiffe, Feuerschiff ,,Weser" und Tonnenleger,, Kapitän Meyer" engagieren", so Dr. Stengel.


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