18.06.2020

AWV Jade e.V. und WHV e.V. erhoffen vom Rat eine zustimmende Entscheidung für den Beschluss “Erweiterung Küstenmuseum um einen Museumshafen“ (Vorlage Nr. 118/2020)

In der kommenden Ratssitzung am 27.05.2020 um 16.00 Uhr wird der Rat der Stadt auch über die Vorlage Nr.118/2020 „Erweiterung Küstenmuseum um einen Museumshafen“ zu entscheiden haben. „Wir haben Verständnis dafür, dass es in heutigen Zeiten einer besonderen Prüfung bedarf, wie die Stadt seiner gesetzlichen Verpflichtung gemäß §2, Abs. (2) Nds. Denkmalschutzgesetz (DSchG ND) nachkommt. Der Stadt „obliegt die besondere Pflicht, die ihnen gehörenden und die von ihnen genutzten Kulturdenkmale zu pflegen und sie im Rahmen des Möglichen der Öffentlichkeit zugänglich zu machen“. Für die Entscheidung muss unseres Erachtens ausgelotet werden, ob für die KAPITÄN-MEYER die Bewilligung von Fördermitteln in Höhe von 90% der Investitionskosten (2.320.000€ gleich 2.088.000€) möglich ist. Dazu muss der Rat die Verwaltung autorisieren, den Förderantrag stellen zu dürfen“, so der AWV und die WHV e.V. in Ihrer gemeinsamen Presseerklärung vom 26.05.2020. Des Weiteren monieren einige Ratsmitglieder die Höhe der jährlichen Kosten von rd. 230.000€ für das Schiff. Davon sind 155.000€ kalkulatorische Kosten. Ähnlich verhält es sich beim Feuerschiff WESER. Dabei geben wir zu bedenken, dass kalkulatorische Kosten keine wirklichen Ausgaben im buchhalterischen Sinn darstellen. Ihnen steht kein Aufwand gegenüber; sie fallen nur rechnerisch an und werden tatsächlich nicht bezahlt! Das bedeutet, dass sich der effektive jährliche Aufwand für die KAPITÄN-MEYER auf rd.75.000€ reduziert. Die gleiche buchhalterische Überlegung ist bei dem Feuerschiff WESER anzustellen. Da betragen die kalkulatorischen Kosten (Abschreibung ) 110.000€. Des Weiteren bezweifeln wir stark, dass die KAPITÄN-MEYER alle 5 Jahre für 150.000€ für eine Werftliegezeit aus dem Wasser geholt werden muss, um eine Wanddickenmessung durchzuführen. Bei anderen Museumsstahlschiffen, wie z.B. im Marinemuseum wird die Wanddicke per Ultraschall ermittelt, zu wesentlich geringeren Kosten. Wir weisen noch einmal deutlich darauf hin, dass die Stadt gesetzlich verpflichtet ist, nach dem Denkmalschutzgesetz, die beiden Schiffe zu pflegen. Es handelt sich um keine freiwillige Leistung! Des Weiteren ist zu bedenken, dass die Stadt sich verpflichtet hat, das Tourismuskonzept umzusetzen. Die Schiffe sind eindeutig Teil dieses Konzeptes. Die damit einhergehende Wertschöpfung ist den Einnahmen/Erträgen hinzuzurechnen. Deutschland und damit auch Wilhelmshaven wird die nächsten Jahre stärker als bisher von Touristen besucht werden. „Sollte es nun endlich zu einem zustimmenden Votum unseres Stadtrates zur Umsetzung der Sanierung und Instandsetzung unserer Museumsschiffe kommen, wird sich die kommunale Wirtschaft es sicherlich, wie bisher schon, nicht nehmen lassen, sich weiterhin in die Pflege und Erhalt der Schiffe fördernd einzubringen“, so der AWV und die WHV e.V.


Foto Klaus Schreiber


Wilhelmshavener Hafenwirtschafts-Vereinigung e.V.

Luisenstraße 5
26382 Wilhelmshaven

Postfach: 2635
Postleitzahl: 26366

Tel.: (04421) 44700
Fax: (04421) 42462

Mail: info@whv-wilhelmshaven.de

www.hafenwirtschaft-whv.de
www.wilhelmshaven-windenergie.de