25.06.2020

WIRTSCHAFTSVERBAND WESER e.V. wird Mitglied in der WHV e.V.


Foto WHV e.V. von links: Ulrich Schilling (Geschäftsführer WHV e.V.), Thomas Voigt (Ge-schäftsführer Wirtschaftsverband Weser e.V./Weserbund e.V.), John H. Niemann (Präsi-dent WHV e.V.), Uwe Beckmeyer (Vorstandsvorsitzender Wirtschaftsverband Weser e.V./ Weserbund e.V.) und Heiner Holzhausen (Vorstand WHV. e.V.)

„Es ist ein Besuch bei Freunden“, so begrüßten sich die beiden Vorstandsvorsitzenden, Uwe Beckmeyer und John H. Niemann. Die langjährige Verbindung des Wirtschaftsverbands Weser e.V. mit der Wilhelmshavener Hafenwirtschafts-Vereinigung e.V. wird durch eine Fülle gemeinsamer Interessen bestimmt und jetzt durch eine Mitgliedschaft auf Gegenseitigkeit besiegelt.

Aktuelle Themen gab es reichlich, denn die maritime Wirtschaft der Jade-Weserregion braucht eine starke Lobby in allen für den maritimen Bereich zuständigen Behörden und Ministerien der Länder und des Bundes sowie in der Europäischen Union.

Ein wesentliches Thema war die Nationale Wasserstoffstrategie der Bundesregierung, die bis 2030 Erzeugungskapazitäten von 5 GW und bis 2040 von 10 GW vorsieht. 7 Milliarden € sollen in die Förderung der Entwicklung der Wasserstofftechnologie fließen, um sie marktreif zu machen. Der dafür in hohem Maße erforderliche Strom soll aus erneuerbaren Energiequellen kommen. “Das hehre Ziel, den erforderlichen Wasserstoff für Verkehr und Wirtschaft allein mit Strom aus Windenergie- und Photovoltaik-Anlagen als sogenannten grünen Wasserstoff herzustellen, wird schwer erreichbar sein“, so waren sich die Teilnehmer der Gesprächsrunde einig. „Als Brückentechnologie wird man nicht umhin kommen, mit Hilfe von Flüssigerdgas (LNG) sogenannten blauen Wasserstoff herzustellen. Dabei können wir die vorhandenen Technologien nutzen um die Dekarbonatisierung voranzutreiben und den CO2-Ausstoß gegen Null zu bringen“. Einig war man sich, dass Wilhelmshaven eindeutige Standortvorteile für einen LNG-Terminal hat. Der Standort liefert beste Voraussetzungen, die entstehende Energielücke nach dem Abschalten der Kohle- und Kernkraftwerke durch ein modernes und nachhaltiges Energiekonzept zu schließen und damit wesentlich zur Energiewende beizutragen.

Ein weiterer Diskussionspunkt waren die kürzlich bekannt gewordenen Kooperationsüberlegungen der deutschen Containerhäfen. Die sich in einem sehr frühen Stadium befindenden Verhandlungen einer möglichen Zusammenarbeit der Containerumschlagsunternehmen HHLA und Eurokai/Eurogate in Hamburg, Bremerhaven und Wilhelmshaven sind nach Einschätzung der Gesprächspartner erforderlich, um der Fusion der Reeder zu begegnen und eine starke Stellung gegenüber den Wettbewerbern Antwerpen und Rotterdam aufzubauen. Auf Dauer, so war man sich einig, wird Wilhelmshaven, als einziger deutscher Tiefwasserhafen, an Bedeutung gewinnen.

Gemeinsam fordern die Gesprächspartner die Einstufung der Mittelweser in die Netzkategorie „A“. Die auf der Weser transportierten Mengen sind als „nasse“ Hinterlandanbindung für die bremischen Häfen wie auch für Wilhelmshaven von besonderer Bedeutung. Nach dem rechtskräftigen Planfeststellungsbeschluss von 2006 sind die Voraussetzungen für die Anpassung der Mittelweser an den Verkehr mit auf 2,50 m tiefgehenden 1350 t-Schiffen und von Großmotorgüterschiffen weit gediehen. Die tatsächliche Umsetzung aller planfestgestellten Maßnahmen und eine ausreichende zukunftsorientierte Wartung und Unterhaltung müssen jetzt schnell und konsequent sichergestellt werden. Dafür brauchen wir eine Einstufung in die Netzkategorie „A“.

 

Erfolgreich konnte auch dafür gesorgt werden, dass in der CORONA-Krise die Schleusenzeiten nicht reduziert wurden.

Ebenfalls wurde thematisiert, dass es intensive Überlegungen gab, den Hafen Wilhelmshaven mit seegängigen Binnenschiffen an das Binnenwasserstraßennetz anzuschließen. Die Planungen können bei Bedarf jederzeit wieder aufgenommen werden, wenn das Verkehrsaufkommen steigt.

Die Teilnehmer der Gesprächsrunde waren sich einig, derartige Informationsaustausche mit einer gewissen Kontinuität fortzusetzen. Denn Themen gebe es genug, um die maritime Wirtschaft der Großregion Weser-Jade voranzubringen.


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